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Tag 2: Auf Safari am Kabini-Fluss

Wirwarendort

Von kolonialem Frühstückszauber zu Elefanten, Krokodilen und einer unverhofften Suppe

Ein Morgen – so ganz alleine

Im Green Hotel im wunderschönen Kollonialstil Mysore wurden wir schon vor dem Wecker wach. Straßenlärm, Licht und das ganz eigene Konzert einer indischen Stadt sorgten dafür, dass wir kurz nach sechs Uhr bereits hellwach waren. Der Wecker hatte für halb sieben geplant – wir waren ihm also zuvor gekommen. Sehr effizient von uns. In aller Ruhe machten wir uns fertig und gingen zum Frühstück.

Restaurantbereich

Wir warten auf unser Frühstück

Wir waren die einzigen Gäste. Es gab Kokospfannkuchen, Eier – allerdings ohne Brot – und frisches Obst. Den Kaffee gab es zum Schluss, vermutlich als krönenden Abschluss und damit wir auch wirklich wach blieben.

Alles klappte wunderbar, und bald saßen wir wieder im Auto. Unser nächstes Ziel: eine Lodge am Kabini-Fluss.

Unterwegs durch Indiens grünes Hinterland

Die Fahrt dauerte mehrere Stunden. Unterwegs zogen Felder und Plantagen an uns vorbei: Baumwolle, Ingwer, Bohnen und jede Menge Obst. Besonders die Bananenplantagen sorgten dafür, dass wir immer wieder etwas Neues zu entdecken hatten.

Schließlich erreichten wir unsere Lodge am Kabini-Fluss. Unser Zimmer war zwar noch nicht fertig, aber das Personal war ausgesprochen freundlich. Also warteten wir ein wenig und konnten uns schon einmal umsehen.

Die Anlage ist wunderschön und weitläufig, direkt am Wasser gelegen. Alles wirkt entspannt und tropisch – Palmen, Fluss und viel Grün. Ein Ort, an dem man sofort das Gefühl bekommt, dass die Welt ruhig ein bisschen langsamer laufen darf.

Safari oder Korbboot? Eine kleine Verwirrung

Hier gibt es zwei Möglichkeiten, auf Tierbeobachtung zu gehen: eine Bootssafari auf dem Kabini-Fluss und eine Jeepsafari. Außerdem wird eine Korbbootfahrt angeboten.
Eigentlich hatten wir geglaubt, eine Safari und eine Korbbootfahrt gebucht zu haben. Unser Voucher enthielt jedoch zwei Safaris, und plötzlich stellte sich heraus, dass wir Bootstour am Nachmittag und eine Safari am nächsten morgen hatten. Es gab ein wenig Verwirrung, verschiedene Vorstellungen und ein paar Fragezeichen.
Nun ja: Manchmal ist auf Reisen nicht alles ganz so eindeutig, wie es auf dem Papier aussieht. Am Ende war es, wie es war – und wir machten das Beste daraus.

Die Serai Lodge und ein Pool mit Palmen

Bevor es losging, blieb sogar noch Zeit für eine Runde am Pool. Auch der lag wunderschön zwischen Palmen, und – Überraschung! – wir hatten ihn ebenfalls fast für uns allein.

Wir konnten also ein wenig entspannen, bevor wir uns auf die Bootssafari begaben. Bis dahin sah es nach einem ziemlich geruhsamen Urlaubstag aus. Das sollte sich auf dem Wasser noch ändern.

Elefanten, Krokodile und die üblichen Verdächtigen

Zu Beginn der Bootssafari dachten wir kurz, dass wir wohl hauptsächlich Vögel zu sehen bekommen würden. Vögel gab es reichlich, keine Frage. Aber dann wurde es doch noch richtig spannend.

Wir entdeckten eine ganze Elefantenfamilie, Krokodile und Hirsche – mindestens zwanzig, vielleicht mehr. Bei solchen Sichtungen wird man mit dem Zählen schnell etwas großzügiger, vor allem, wenn man gleichzeitig schauen, staunen und fotografieren möchte.
Natürlich waren auch Kühe dabei. Kühe gehören in Indien offenbar zum festen Reiseinventar. Sie tauchen einfach immer wieder auf, als hätten sie eine Dauerkarte für sämtliche Sehenswürdigkeiten.

Die Bootssafari war also keineswegs nur eine Vogeltour. Wir bekamen einiges zu sehen und waren am Ende froh, dass wir uns trotz der kleinen Buchungsverwirrung darauf eingelassen hatten.

Abendessen mit Überraschungssuppe

Am Abend ließen wir uns in der Lodge zum Essen nieder. Es gab reichlich – wirklich reichlich – und alles schmeckte sehr gut. Allerdings war manches ziemlich scharf. Unsere Geschmacksknospen bekamen also ebenfalls ein kleines Abenteuer geboten.

Sylvia hatte bei der Bestellung allerdings ein kleines Kommunikationsproblem. Die Inder sprechen zwar englisch, nur leider versteht man sie schlecht… Irgendwie war nicht ganz klar, was sie eigentlich bestellt hatte – oder was sie bekommen würde. Das Ergebnis: eine irritierte Sylvia, eine lachende Kerstin und eine Suppe die keiner bestellen wollte.

Aber immerhin: Sie war lecker. Man muss auf Reisen schließlich flexibel bleiben. Und wenn man schon versehentlich eine Suppe bestellt, kann man sie auch essen.

Feierabend für zwei müde Abenteurerinnen

Um 20:45 Uhr war der Tag für uns endgültig gelaufen. Wir waren platt.
Hinter uns lagen eine lange Autofahrt, tropische Landschaften, eine wunderschöne Lodge, ein Pool zwischen Palmen und eine Bootssafari mit Elefanten, Krokodilen und Hirschen. Dazu ein bisschen Buchungschaos und eine Suppe, die ungeplant auf Sylvias Speiseplan gelandet war.

Für einen einzigen Tag war das eine ganze Menge.

Wir verschwanden also müde, aber zufrieden in Richtung Bett. Denn morgen wartet hoffentlich das nächste Abenteuer – und vielleicht sogar die Safari, die wir ursprünglich im Kopf hatten.

Kerstin & Sylvia

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